Archive for the 'Miscellaneous' Category


Führungsqualitäten 0

Wer sich schon immer fragte wie eigentlich die Koordination der größten weltumspannenden Studentenorganisationen funktioniert, möge sich folgendes zu Gemüte führen:

Presidents please submit your NMO* report before the 25th of Jan, if not your Regional Coordinator will be spanked and pay drinks to the other RCs*.

BET BET BET

*NMO: National Member Organisation
*RCs: Regional Coordinators

How to burn a paper 0

Leider wurde mein Text auseinander gepflückt und in Stichsätze zerteilt, sodass ich ihn jetzt in voller Gänze nur hier veröffentlichen kann. Es handelt sich um eine Zusammenfassung eines wissenschaftlichen Papers zu einer Studie, die wir in unserem Seminar "How to read a Paper" verarbeiten müssen:

In einer Querschnittsstudie in fünf spanischen Großstädten wurden 76 männliche und 80 weibliche Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren auf einen möglichen Zusammenhang von kardiovaskulärer Fitness (Ausdauer) und den Homocysteinwerten im Blut untersucht. Bei Homocystein handelt es sich um einen unabhängigen Risikofaktor für verschiedene Multisystemerkrankungen. Der Grad der kardiovaskulären Fitness wurde in Form eines 20m-shuttle-run-Tests ermittelt, bei dem die Probanden eine 20 Meter lange Strecke in einem bestimmen Zeitintervall, der um 0,5km/h pro Minute erhöht wurde, bewältigen mussten. Der Test wurde beendet sobald der Jugendliche nicht mehr in der Lage war die Strecke in der vorgegebenen Zeit zu schaffen. Zudem wurde der Pubertätsgrad, das Geburtsgewicht, Raucherstatus und Sozioökonomischer Status festgestellt. Neben Folsäure- und Vitamin B12-Werten wurde zur Festlegung des Körperfettes, die Dicke von Hautfalten gemessen. Außerdem wurde die DNA eines jeden Probanden sequenziert um einen möglichen Polymorphismus der MTHF-Reductase, dem Schlüsselenzym des Homocystein-Stoffwechsels, festzustellen.

Das Ergebnis der Studie belegt, dass die Homocysteinwerte bei bestimmten Genotypen der MTHF-Reducaste deutlich erhöht waren. Die Signifikanz und die genauen Polymorphismen unterscheiden sich jedoch bei den Geschlechtern. Des Weiteren zeigte die Studie eindeutig, dass es einen Zusammenhang zwischen kardiovaskulärer Fitness und den Homocysteinwerten bei weiblichen Jugendlichen gibt. Bei männlichen Jugendlichen konnte jedoch kein Zusammenhang belegt werden.

Jetzt kann mal eingeblickt werden, mit was für einem Schwachsinn ich mich rum schlagen muss. Ich darf darauf hinweisen, dass die Studie im Endeffekt mit einer Abbrecherquote von 23% abgeschlossen wurde, weil den Probanden der Shuttle-run-Test zu anstrengend war. Der Pubertätsgrad wurde im übrigen so festgestellt:

Self-reported breast development in adolescent girls and genital development in adolescent boys was used for pubertal stage classification.

Super Studie! Das Fazit lautet also "Sport ist gesund". Allerdings nur für Frauen in diesem Zusammenhang.

//Komplettes Paper: hier

//file under: Sinnlose Blogeinträge

Volldampf voraus! 3

logo_ccc.jpgHeute geht der 24C3, der alljährliche Kongress des Chaos Computer Clubs in Berlin zu Ende. Leider konnte ich auch dieser Jahr schon wieder nicht hinfahren, aber von den meisten lectures gibt es Videoaufzeichnungen. Und da sind wirklich ein paar extrem interessante Sachen dabei, die ich euch wärmstens empfehlen will:

- Ein sehr bewegener Beitrag der Frau von Andrej H. (annalist), deren Mann der Soziologe aus Berlin ist, der wegen Verdacht auf Mitgliedschaft in einer militanten Gruppe in Untersuchungshaft war (ich berichtete). Sie berichtet sehr eindrucksvoll von ihren Erfahrungen als Überwachungsopfer. -> Video: 24c3-2381-en-what_is_terrorism.mkv

- Ein Muss für alle, die sich für Bittorrent interessieren. Die Entwickler von openTracker erzählen aus ihrer Erfahrung einen Tracker zu fahren. Technisch höchst interessant und absolut witzig, wie sie diverse Router und Bandbreiten abgeraucht haben. -> Video: 24c3-2355-de-trecker_fahrn.mkv

Die Videos und ihrer Mirror findet ihr hier.

//Edit: Links geändert, weil der Mirror down ist.

Bewegungsapparat 0

Ärzte ohne Anatomie sind wie Maulwürfe, sie tappen im Dunkeln und ihrer Hände Arbeit sind Erdhügel.
Friedrich Tiedemann (Heidelberger Anatom, 1781-1861)

Ääh, ja. Kaum hat das Semester begonnen, lerne ich auch schon wieder. Immerhin haben wir jetzt Internet. Zumindest übergangsweise via Öcher Wlan.

Urbane Mythen 3

Es sind schon wieder ein paar Tage vergangen, seit meinem letzten Eintrag. Leider wird meine Beitrags-Frequenz auch in Zukunft erstmal nicht steigen. Das liegt erstens daran, dass ich am Sonntag für zwei Wochen nach Spanien fliege und zweitens an dem immer noch nicht vorhandenen Internetzugang in meiner WG in Aachen. Ich kann euch sagen, wir haben eine Odyssee hinter uns und ein Ende ist noch nicht in Sicht:

Sofort nach der Schlüsselübergabe, noch bevor wir mit der Renovierung begannen, bestellten wir bei Strato (mittlerweile freenet) ein DSL 16000 - Telefonflat - Komplettpaket. Wir wussten, dass sowas unter Umständen länger dauern kann und wunderten uns nicht über den ersten Brief nach zwei Wochen: Auf Grund großer Nachfrage, könne man uns den Zugang erst mit etwas Verzögerung zur Verfügung stellen. Soweit so gut. Nach etwa neun (!) Wochen Wartezeit, wir wohnten mittlerweile in der WG und der dritte Mitbewohner war auch schon gefunden und eingezogen, rief ich bei der Hotline an. Natürlich von meinen Eltern zuhause aus, weil wir ja in Aachen keinen Telefonanschluss hatten und obwohl die Hotline vom deutschen Festnetz aus kostenlos ist, hätte man vom Handy aus sehr viel Geld zahlen müssen. Nach ungefähr 20, gefühlten 120, Minuten Hotlinemusik wurde ich endlich zu einer netten Callcenter-Lady verbunden, die mir freundlich mitteilte, dass sie leider zur Zeit den Anschluss nicht freischalten können, weil die Telekom sich verweigere. Auf die Frage, warum die Telekom sich denn so verhalte, konnte sie mir nicht antworten: Die Telekom würde darüber keine Angaben machen, nur dass es technisch nicht möglich wäre. Freenet würde routinemäßig die Anfrage vier Mal an die Telekom stellen. Die würden aber grundsätzlich die Aufträge von Resellern blocken. Wahrscheinlich weil sie selbst in letzter Zeit zu viele Kunden verloren hatten.

Das hätten die mir auch mal früher sagen können. Stattdessen hatten wir bis dahin schon vier absolut gleich lautende Schreiben bekommen, dass wir uns auf Grund der hohen Nachfrage leider noch etwas gedulden müssten. Da das alles nicht gut aussah und auch die Callcenter-Frau ganz offen sagte, dass man wahrscheinlich eher keine Chance hätte, ging ich zum Freenet-Shop in Aachen und fragte den Inhaber was ich denn jetzt tuen solle. Er meinte, ich solle abwarten. Zu einem anderen Anbieter könne ich sowieso nicht wechseln, weil alle Reseller die Leitungen von QSC und Telefonica benutzen. Wenn die Telekom also die Bestellung blockt, blockt sie die aller Anbieter. Also hatte ich richtig verstanden: Die einzige Wahl, die wir hatten war zur Telekom zu wechseln. Dem Erpresser sozusagen nachgeben.

So sieht nicht mein Verständnis von freier Marktwirtschaft und Wettbewerb aus. Aber was sollte ich machen? Ein Semester ohne Internet war schon anstrengend genug gewesen. Also ging ich schweren Herzens zum Freenetshop, kündigte und bestellte im Internet ein gleiches 16000er Paket mit Telefonflat, dass uns dann auch innerhalb von 10 Tagen funktionstüchtig bereitgestellt wurde.

ABER. Freenet schrieb uns nach zwei Wochen, dass sie unsere Kündigung nicht akzeptieren würden. Ein Widerruf, wäre nur in den ersten Zwei Wochen möglich. Das störte uns nicht wirklich, weil wir bisher nichts bezahlen mussten und es auch nicht wirklich so aussah, als könnte uns Freenet die Leistung je bereitstellen. Etwas blöder war aber, dass die Telekom uns, nach ihren Aussagen technisch-bedingt, nur eine 6000er Leitung anschließen konnte. Damit hätten wir auch leben können, wenn wir nicht den Preis für 16000er hätten bezahlen müssen. Da man uns auf Grund von Zusatzleistungen wie Filmdownloads und Zugang zu den T-Online WLAN-Hotspots auch nicht ein Paket runterstufen ließ, die Widerrufsfrist, diesmal bei T-Online, nur noch einen Tag dauerte und wir auch noch diesen Freenet-Vertrag laufen hatten, kündigte ich wieder. Diesmal erfolgreich.

Und jetzt stehen wir schon wieder da. Hatten eine Woche lang Internet und Telefon und müssen jetzt warten, dass uns Freenet entweder, nach jetzt mittlerweile ca. 15 Wochen, anschließt oder den Vertrag von sich aus kündigt. Und was machen wir dann? Wahrscheinlich gehen wir wieder zur Telekom und bestellen ein 6000er-Paket.

Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Geschichte in Aachen spielt. Nicht irgendwo auf dem Land, sondern in Elite-Uni-Stadt Aachen.

Lang lebe der Wettbewerbsschutz!

Who are you? 7

Anhand meiner Webstatistik kann ich sehen, dass beinahe täglich jemand mit einer US-amerikanischen IP und einem alten Netscape 5.0 Browser meine Seite besucht. Ich wüsste ja mal wirklich gerne wer das ist. Gib dich zu erkennen Unbekannter!

Andere Länder andere Sitten 0

So Honduras: sehr sehr chaotisch alles hier. Alle kommen immer zu speat (ein beispiel: in den Kinos zeigen die nah dem Film immer den Anfang nochmal, da die helafte eh erst nach ner halben stunde nach filmbeginn kommt!), (...)

Jane scheints gut zu gehen! Sie ist gerade für ein Jahr nach Honduras gegangen und berichtet hier.

Der erste Eintrag ist immer der schwerste 2

Jaha, man mag es kaum glauben. Nach Wochen voller endloser Leere (Achtung Rekursion) kann ich nun mit einer Neuerung aufwarten: Auf derlord.org gibt es jetzt zusätzlich zu schwarzem Text auf weißem Grund auch etwas Inhalt (von dem aber trotzdem nicht zu viel Relevanz erwartet werden sollte). Aber wie kam es dazu? Nach langer Internetabstinenz, scheint es jetzt, als würden wir doch noch mal angeschlossen werden. Aber das ist eine andere Geschichte in mindestens 25 Akten.

Im Moment jedenfalls, befinde ich mich in der Hauptstadt, lasse es mir gut gehen und werde berichten, was so passiert.